Tangermünde

 

 

 

Tangermünde wurde 1009 erstmals urkundlich von Bischof Thietmar von Merseburg erwähnt. Ihre Lage machte die Stadt interessant als Erhebungsplatz für Elbzölle und zur markgräflichen Residenz.

Im 14. Jahrhundert wurde Tangermünde unter Kaiser Karl IV. zur Zweitresidenz und somit zur kaiserlichen Pfalz.
Das 15. Jahrhundert ist die Blütezeit der Hansestadt Tangermünde. Hier entstanden das Rathaus in der norddeutschen Backsteingotik, und die Stadttore. Die St. Stephanskirche wurde in dieser Zeit zur gotischen Hallenkirche ausgebaut. Die Gunst des Kurfürsten von Brandenburg, Johann Cicero, verlor die Stadt durch die Rebellion im Jahre 1488, bei der es um die Biersteuer ging. Die kaiserliche Residenz wurde in der Folge nach Cölln (das heutige Berlin) verlegt.

Am 13. September 1617 wurde die Stadt fast vollständig durch einen Brand zerstört. Als Täterin wurde die Waise Grete Minde verurteilt. Ihr Onkel saß im damaligen Stadtrat und hatte sie um ihr Erbe gebracht. Grete Minde wurde 1619 auf dem Scheiterhaufen hingerichtet. Theodor Fontane hat 1880 diese dramatische Geschichte in seiner Novelle „Grete Minde“ festgehalten. In seinem Werk war Grete Minde schuldig. Im Nachhinein stellte sich jedoch ihre Unschuld heraus.

Nach dem Brand entstanden viele neue Fachwerkhäuser, deren geschnitzte Portale und Schmuckformen noch heute sehr gut erhalten sind.

Bis heute sind die Stadtmauer und Befestigungsanlagen fast vollständig erhalten. Die Altstadt wurde liebevoll und detailgetreu rekonstruiert, so dass Tangermünde noch heute den Charme seiner Geschichte zeigen kann.

Erkunden Sie doch einfach einmal Tangermünde während einer Stadtführung des Tangermünder-Tourismus-Büro (gleich unter der Pension). Nähere Information finden Sie hier.